Die Organisation der Pfarre
Peter Hamp

Die nachstehenden Ausführungen sind auszugsweise aus der „Ordnung für den Pfarrgemeinderat vom 19.3.2017“ der Erzdiözese Wien, erlassen von Kardinal Dr. Christoph Schönborn, entnommen und betreffen die Absätze für die Organisation des Zusammenlebens in einer Pfarre als Einheit des gemeinsamen christlichen Lebens – des Gebiets, des Dialogs, der Verkündigung, der Nächstenliebe, der Anbetung, der liturgischen Feiern.

Dem Pfarrer obliegt die Leitung der Pfarre unter der Autorität des Bischofs. Seine Leitungsaufgabe besteht in der Repräsentation Christi, in der Ordnung des Zusammenlebens und im Dienst an der Einheit. Er ist auch der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates.

Der Pfarrgemeinderat dient dem Aufbau einer lebendigen Pfarre, er ist der Pastoralrat der Pfarre, ein eigenverantwortliches Gremium, dessen Mitglieder initiativ werden, um in der Pfarre all das zu fördern, wodurch Menschen den Weg zu Christus und zum Glauben finden. Der PGR trägt Mitverantwortung für die Ausrichtung des kirchlichen Auftrags auf die sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten unserer Zeit. Der PGR berät den Pfarrer in den spezifischen Aufgaben, die ihm als Leiter zukommen, und hat Mitverantwortung bei wichtigen Fragen des Lebens der Pfarre. Beschlüsse des PGR zu wichtigen pastoralen Fragen sind nur im Einvernehmen mit dem Pfarrer möglich. Zugleich ist der PGR aber auch das vom Erzbischof anerkannte Organ im Sinne des Apostolats der Laien und fällt Entscheidungen, die diesem Apostolat zugerechnet werden.

Das Pfarrleitungsteam sind jene Personen, die für die Pfarre die seelsorgliche und pastorale Verantwortung mit dem Pfarrer gemeinsam tragen. Dem Pfarrleitungsteam obliegt die Aufmerksamkeit gegenüber allen Bereichen der Seelsorge und deren Entwicklung und alle Maßnahmen zur Sicherung der Qualität aller Aktivitäten der in der Pfarre engagierten Personen.

Der Vermögensverwaltungsrat ist ein eigenständiges Gremium, das eng mit dem PGR zusammenarbeitet. Der VVR hat die kirchliche Vermögens-verwaltung zu besorgen. In Angelegenheiten der Vermögensverwaltung kommt dem VVR Entscheidungsrecht zu. Er verwaltet das Kirchenvermögen der Pfarre, das Pfarrheim und alle sonst im Eigentum der Pfarre befindlichen Gebäude, Liegenschaften und Ausstattungen. Er besorgt die Bauangelegenheiten und erstellt und beschließt den Haushaltsplan und die Jahresrechnung.

Mit diesen Richtlinien gehen wir also in die nächsten fünf Jahre, wir als Gemeinschaft, mit Engagement, Begeisterung, Hoffnungen, Vertrauen, Zuversicht, und Glauben.